Freitag, 31. Mai 2013

Remy Yadan

Weil wir numal gerade dabei sind, noch eine Kurzmeldung zu Remy Yadan, der liebenswürdigerweise
2007 den "Antisemitischen Schwulen" im Stück "Pinède- Die Kiefern" (Manufacture des Abbesses) gespielt hat:




Das Stück "Die Kiefern" wird voraussichtlich Ende Oktober 2013 im WhiteandGrey als szenische Lesung dem deutschen Publikum dieses Mal in deutscher Sprache vorgestellt.



http://www.remyyadan.fr/interface_generale.html
Remy Yadan wird dieses Jahr auf Einladung von Hortence Archambault und Vincent Baudrillier, leiter des Festivals von Avignon, "Reisen des Kadmos" vom 8 bis zum 14.Juli präsentieren


«Voyages de Kadmos» du 8 au 14 juillet 2013 en Avignon
Invitation d’ Hortence Archambault et Vincent Baudriller, directeurs du Festival d’Avignon
Parrainage de Frédéric FIsbach (comédien-metteur en scène)























Lesbische Rassisten und afrikanische Schwulenhasser

Heissheissheiss...
sind die Diskussionen zwischen Jenny Warnecke und Lady verlaufen....
Und viele Fragen sind noch offen:

Darf frau wirklich den afrikanischen Feminismus auf einen Feminismus des 19.Jahrhunderts reduzieren, weil die Frauen in jenen Ländern angeblich nur um Alphabetisierungskampagnen, Zugang zur gesundheitlichen Versorgung und ums Wahlrecht kämpfen, wie Jenny Warnecke behauptet?

Dürfen wir die Anliegen der black community, den Witz und den kulturellen Reichtum der afrikanischen Kulturen so sehr herunterkürzen, dass davon nur noch ein Anti-Rassismus-Problem von EinwanderINNen und Emigranten übrig bleibt?

Dürfen wir, weil wir uns persönlich von der Homophonie einer afrikanischen Christin  getroffen und gekränkt fühlen, deswegen sagen, dass Afrikaner rückschrittlich sind?

Ich frage mich, wie ich "rückschrittlich" übersetzen soll: mit "retardé" oder nur "réactionnaire"...?
Man/frau sollte vielleicht, und vielleicht in Deutschland wissen, dass  das Wort "retardé" geistig zurückgeblieben meint.
Und jemand, der nicht schreiben kann, ist natürlich geistig zurückgeblieben zu nennen.

Cela me brûle entre les doigts..et je ne dis pas ce quels abîmes cela ouvre dans mon âme....

Ist ein Afrikaner, eine Afrikanerin geistig zurückgeblieben zu nennen?
Auch oder weil oder selbst wenn er oder sie Homosexuelle nicht mag - aber dennoch mit ihnen diskutiert?

Vielleicht sollte ich, sollten wir Beate Thill fragen, die einiges von dem Konzept der Kréolisation zu berichten weiss, was sie davon hält.

ABER die lesbische Community diskutiert nicht mit christlichen Fundamentalisten.
Schade.
Das Herz einer Diskussion sind unterschiedliche Ansichten, die gegen- und miteinander schlagen.




weitere Infos über die Kréolisation bei Edouard Glissant, mit oder ohne Übersetzung
www.guardian.co.uk › Culture › Books‎

Freitag, 24. Mai 2013

Vorbereitung des Kurzfilms "Tje ne pense pas à Trouville"

Die Vorbereitung des Kurzfilms "Je ne pense pas à Trouville" läuft auf Hochtouren, neben dem Studio des Telesud wird im LepetitStudio" gedreht.

Lady Ngo Mang lässt fragen, ob es zutrifft, dass die westeuropäischen und nordamerikanischen
Queer-Aktivistinnen den feministischen Kampf um Frauenrechte unterwandert  und  die afrikanischen, nicht homosexuellen Frauen als Geissel genommen haben -  ?
Sie lässt weiter fragen, ob die Forderung nach Gleichberechtigung aller gegen alle  - nicht vielmehr einem alten eurozentrischen Vorurteil der zivilisatorischen Überlegenheit der weissen Rasse entspringt ?
Und sie lässt fragen, was Freiburger Feministinnen unter positivem Rassismus verstehen ?

Nataly Ritzel, schwer mit der Lektüre von Mel Y.Chen's "Animacies" beschäftigt, fragt sich,
ob diese linguistisch-kognitiven Studien, mit denen hier das Wort "queer" auf seinen normativen , Gruppen-und Identitätsstiftenden Geltungsanspruch  untersucht wird,
nicht  genau die alten totalitären Trugschlüsse, die auf auf angeblich wissenschaftlich untrüglichen, biologisch nicht weiter reduktiblen Denkstrukturen basieren, mit sich rumschleppen. Ein Absatz wie folgender

"Hence, it is in the public discourse (..) that the atemporality of a noun, and the atemporality of identities in the United States, collude quiet insidiously to cut identities off from their roots.
This atemporality might in fact be seen as itself bound up in queer ways of understanding time, historicity, and the discontinuities of the past within the present. There are many forces that make this so, of course; I do not wish to be reductive, but I believe the quieter workings of linguistic structure are less noticeable and, as such, certainly less available to intervention." (Mel Y Chen, Animacies, Duke University Press, 2012, p 77ff)
scheint mir genau das zu sagen.

Aber Nataly Ritzel - ohne Ich - besitzt auch nur einen amöbenhaften Schreibstil, mit vielen Pseudopodien  - scheinfüsschenbehafteten Wendungen, die es an inneren Wurzeln und Überzeugungskraft fehlen lassen und  kann daher auch schlecht urteilen über Mel Y Chen's "Animacies" - die ein Star unter den eingeladenen Gästen sein wird des Freiburger " Art Affects".

Dieses jedenfalls wird sich Jenny Warnecke denken, die wohl weiss, dass weder Lady Ngo Mang noch Nataly Ritzel  an der Freiburger Edition des "Art Affects" - Festival Februar 2014 teilnehmen werden und die sich auf ein bisschen Urlaub freut  auf dem Plateau von "Ladyvousécoute".



Weitere Informationen unter art-affects.net/
und unter www.telesud.com/‎
Ute Lindenberg, Kostümbildnerin bei der abgesetzten "Tannhäuser" in Düsseldorf, macht Station im Whiteandgrey Studio, besieht sich Ausgangslage, Text und Uniformen der schönen "Bunkernacht" des Wolf Ritzel.

Wenn es auch ein sehr grossen Unterschied ist, von der umstrittenen Wagner-Interpretation, die einen Bogen schlägt von der Wagner-Rezeption in Deutschland zur Geschichte der BRD in den fünfziger Jahren mit und nach dem Ende des 3.Reiches beginnend (eine Interpretation, die offenbar beim Publikum nicht ankam oder  nicht ankommen durfte) -
hiatus für die Kostümbildnerin -
zu einer kleinen Arbeit über einen Philosophen überzugehen, der Zeit seines Lebens versucht hat, rechtsaussen mit links zu verbinden, Siegfried Mark mit Bruno Bauch, Hermann Cohen mit Max Wundt, im Auftauenden russischen Winter den kategorischen Imperativ und das  "Reich" gelesen -
und dabei sich - HUMANISTISCH ! - durch den Krieg gemogelt hat,
an der Feldküche bettelnd, frierend und unfähig zu militärischen Führungsaufgaben...
aber nicht unehrenhaft, nein "ich bin zu gerne Soldat", ganz gewiss nicht unehrenhaft im Sinne der BRD von heute oder damals.









Weitere Informationen zu Ute Lindenberg unter www.utelindenberg.com



Sonntag, 19. Mai 2013

Garagen-lectures zur Hebung der Unverständlichkeit


Ankündigung
Garagen lectures  zur Hebung der Unverständlichkeit



1. 
       RDMB lectures

Die Gründung der kolonialen Musterstad als Öko-city antisemitischen Blacks und negrohassenden Juden, mit der Holzindustrie aus Reutlingen, afrikanische Collabos und mafiösen Strukturen im Greenland Wiederaufbau"





über Diskriminierung als dynamischer Prozess
auf der einen Seite Diskriminierung erfahren, weil man afrikanische Themen
darstellt

oder warum Whiteandgrey NICHT an Workshops gegen den Rassismus teilnimmt.
dafür aber afrikanische Literatur zensiert, selber zensiert wird und als Rassist dasteht.

Laut dem SÜdwind.eV, Freiburg,soll die Ausbeutung von Afrikanern durch
deutsche Theatermacher nicht weiter befördert werden.

Für die "Musik im Dialog" ist die Darstellung neurotischer afrikanischer Jazzmusiker schlecht, so schlecht  wie schlechte Literatur.
Das alte Klischee der afrikanischen Ursprünglichkeit des unverdorbenen Wilden MUSS fortbestehen.
Unterstellt Whiteandgreyfilms mal ganz unverbindlich...








Autoflagellation- die Zerknirschung als deutsches Ritual.

Es ist besser, sich als Rassist zu outen als afrikanische Texte zu lesen.
Garnichts zu machen besser als deutsch-franzafrikanische Texte zu inszenieren.

Es ist besser, einen Kulturaustausch nicht zu realisieren, als schlechte gebastelte Worte zu sagen,
als Kolonialverbrechen unverständlich darzustellen, im Husten Würgen Kotzen, sich verplappern...

Lieber sich nicht die Finger verbrennen.



Unsere Textverbrennung  findet am  Samstag, den 1.6.2013 statt. 
Zum Beginn der Sportschau..Zum Ende der...?
Dreck wird geliefert.


Dienstag, 14. Mai 2013

Was ist denn der Weg von Worten und der Weg, den Sprache nimmt ?

Es ist mir mal passiert, bei einer Diskussion mit Schauspielern in Frankreich, dass diese mir vorwarfen - vorallem dieser eine, der sich nicht Spieler genug war - mein Textgefuzzel hätte keinen Anfang, kein Mittelstück und kein Ende

Solls ja auch nicht, sagt ich, aber das konnte er nicht verstehen, und vergass dabei, dass er, wenn er sich selbst treu und logisch sein wollte, drei Jahre am Stück und ohne schlafen hätte proben sollen -

denn es ging ja auch um die Nacht, und das Nichtschlafenkönnen - aber ich hatte ihn um Dreiviertel vor Ende des Stückes anfangen lassen, mit dem Proben und nicht am Anfang.

ja, nicht, wo genau die Schlaflosigkeit anfängt, ist das Problem, wo sie aufhört, nicht, das wissen wir, aber wo sie genau anfängt, das ist das ...Delikate, möchte ich sagen...

also jedenfalls hatte ich darüber heute nachgedacht, dass Sprechen und Worte und Hingetextetes wie ein Karroussell sind, das dreht sich, und die Logik liegt garnicht, haha, im Anfang und im Ende des Chronologischen,
sondern im...
als die Jenny Warnecke vorbeikam und von dem Artaffects-projekt Februar 2014 erzählt hat, VON DAVID LE BRETON und MEL Y.CHEN und ANN CVETKOVICH, all diesen grossen tollen Berühmtheiten,
da fiel mir ein, dass ich die Lesungen zur Hebung der Unverständlichkeit ankündigen müsste.













art-affects.net/‎